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Leseprobe aus : Handbuch der Keramikglasur |
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| Glasuren
sind Mischungen wasserunlöslicher Stoffe, wie z.B. Feldspat, Quarz,
Kaolin u. a., die - mit Wasser bis zu sämiger Konsistenz verflüssigt -
auf den in den meisten Fällen vorgebrannten (geschrühten) Scherben
aufgetragen werden. Nach dem Glattbrand überziehen sie den Tonkörper mit
einer glasartigen Schicht, die -abhängig von der Glasurzusammensetzung
-farblos oder farbig, transparent oder deckend, glänzend oder matt, krakeliert oder rissfrei sein kann. Glasuren haben die Aufgabe, den
eventuell nicht gesinterten (verglasten) Scherben wasser- oder luft- bzw.
gasdicht zu überdecken sowie diesen gegen chemische oder physikalische
Angriffe zu schützen. Im künstlerischen Bereich bestimmt die Glasur als
eigenständiges, gestalterisches Moment gemeinsam mit den formalen
Aspekten des Stückes das vollständige Arbeitsergebnis Es gibt vielfältige Möglichkeiten, Glasuren zu unterscheiden: nach dem Hauptbestandteil der Glasur - z. B. Feldspatglasur, Bleiglasur, Fritteglasur usw.; nach der Art der Entstehung - z. B. Salzglasur; nach dem die Farbe verursachenden Oxid - z. B. Eisenglasur, Titanglasur, Kobaltglasur usw.; nach dem Verhalten im Brand - z. B. Laufglasur, Ausscheidungsglasur usw.; nach der Warengattung - z. B. Rakuglasur, Steingutglasur usw.; nach der Bezeichnung aus anderen Kulturräumen - z. B. Seladonglasur, Temmokuglasur usw.; schliesslich nach der Atmosphäre des Brandes - Reduktions-oder Oxidationsglasur. Bei all diesen Glasurarten handelt es sich entweder um transparente. getrübte. opake oder um matte Glasuren, die rissfrei oder krakeliert auf dem Scherben aufliegen. Pfannkuche, Handbuch der Keramikglasur Seite 7. |
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