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Die zu glasierenden Gegenstände müssen rohgebrannt, trocken und staubfrei sein.
Die Glasur muss vor jeder Anwendung sehr gut aufgerührt werden.
Beachten Sie die Gebrauchsanweisung
auf der Dose.
Die Glasuren können zum Tauchen, Spritzen und Ausschwenken
verwendet werden.
Testen Sie das optimale Verdünnungsverhältnis. Je mehr Wasser Sie in eine Glasur dazugeben, je mehr
Schichten müssen Sie auf das Objekt auftragen. Zum Auftragen mit einem Pinsel
empfehlen wir Ihnen einen Pinsel mit weichen
Borsten zu verwenden. Die Pinselqualität
kann das Resultat wesentlich beeinflussen. Verwenden Sie keine allzu weichen Pinsel.
Die erste Glasurschicht trocknen lassen und, sofern auf dem
Etikett nicht anders angegeben,
eine zweite oder dritte Schicht auftragen. Die Glasur
trocknet rasch an, so dass ein kontinuierliches Arbeiten
möglich ist. Durch den mehrfachen Auftrag wird ein sehr gleichmässiges
Ergebnis erreicht.
Es empfiehlt sich, den Boden und den unteren Teil eines Gefässes
nur 1 mal zu glasieren
( verhindert das Ablaufen der Glasur ). Die Böden von Objekten mit 1250°C
Brenntemperatur
werden nie glasiert, weil Dreifüsse unter dem Objekt bei dieser Temperatur nicht
verwendet
werden. Die weiche Tonmasse würde in den Distanzhalter ( Dreifuss ) zur
Ofenplatte sinken.
Pulverglasuren der selben Temperaturgruppe sind untereinander mischbar und können
übereinander gestrichen werden.
Pinsel und Werkzeuge können mit Wasser ausgewaschen
werden.
Nach dem Glasieren sollten Sie die
Objekte ca. 1 Tag austrocknen lassen. Die glasierten
Gegenstände müssen sehr vorsichtig behandelt werden. Da Pulverglasuren keinen
Glasurleim enthalten, sollte jede Berührung mit der glasierten Oberfläche
vermieden werden. Danach kann der Glasurbrand durchgeführt werden.
Glasur
1030°C /
1150°C / 1250°C
Wir empfehlen eine
max. Aufheizgeschwindigkeit von 100°C/Stunde bis 650°C. Danach kann mit
ca. 150°C
auf die dem Ton
und der Glasur entsprechenden Endtemperatur geheizt werden. Eine
Haltezeit von 10 - 30 Minuten
ist
optimal. Der Brennraum soll während
des Brennens gut
belüftet
werden.
1000°C Raku +
1030°C Craquelé-Effekt
Gasofen - traditioneller Rakubrand : Die Glasur
wurde 2 mal auf schamottierten Steinzeugton
( Nestor Z )
aufgetragen und
im Brennofen in ca. 90 - 120 Minuten auf 1000°C gebrannt. Nach einer
Haltezeit von ca. 10 Minuten wurden die Stücke dem Ofen entnommen und in
Sägespänen reduziert.
Elektroofen - normaler Glasurbrand :
Die Glasur wurde 2 - 3 mal auf weissen Steingut-Ton aufgetragen und bei einer
Temperatur von 1030°C mit einer Haltezeit von 20 Minuten gebrannt. Die
entstandenen Glasurrisse wurden nach dem vollständigen Abkühlen des
Brennofens
mit wasserfester Tusche eingefärbt. Wir empfehlen Ihnen, eine
Tonmasse mit einer möglichst tiefen Brenntemperatur
( z.B. 1030
- 1150°C ) zu verwenden.
Farbmuster
Die Farbmuster wurden mit dem Pinsel
auf weisse Giessmasse aufgetragen und mit einer
Haltezeit von 20 Minuten gebrannt.
Für alle Farbmuster wurden streichfertige Glasuren verwendet.
Die Farben und Effekte der Glasuren sind von vielen Faktoren abhängig :
Die Farbe und Art des Scherbens. Die Farbe, Beschaffenheit und
Schamottierung der Tonmasse kann sich auf das Aussehen der Glasur auswirken.
Manche Glasuren zeigen diesen Effekt fast gar nicht, andere sehr stark.
Die Brenntemperatur und die
Brennführung. Das Aussehen der
gebrannten Glasuren hängt von
der Brenntemperatur und dem Temperaturverlauf ab. Wie schnell und auf welche
Temperatur wird
aufgeheizt, wie lange ist die Haltezeit, wie schnell kühlt der Ofen ab.
Wegen der von Ofen zu Ofen
unterschiedlichen Brennkurven, die auch noch von der
Menge des Brennguts, dessen Verteilung im Ofen
und der Menge und Verteilung der Ofeneinsetzplatten abhängt, kann das Ergebnis
von den Abbildungen
durchaus abweichen.
Die Intensität des Auftragens. Je
nach Glasur erhalten Sie Punktierungseffekte, Farbänderungen bei
unterschiedlicher Auftragsdicke, Ausscheidungs- und Kristallisationseffekte. So
ist ein individuelles
Erscheinungsbild und eine dekorative Lebendigkeit gewährleistet.
Die Darstellung auf dem PC kann zudem von Ihrem Bildschirm beeinflusst werden.
Monitore sind bezüglich Farbwiedergabe
und Helligkeit recht unterschiedlich.
Sicherheitshinweise
ROK-Glasuren sind BAG-geprüft und giftklassenfrei,
für Essgeschirr problemlos zu verwenden,
frei von Blei, Cadmium und
Bariumblei und enthalten keine Gefahrstoffe in einer Konzentration, die nach der Gefahrstoffverordnung
kennzeichnungspflichtig ist. Die Glasuren dürfen nicht eingenommen werden. Für
Gefässe, die Flüssigkeiten
aufzunehmen haben, empfehlen wir die Verwendung einer Glanz-Glasur. Wir raten vorsorglich:
Bei der
Arbeit nicht essen, trinken, rauchen. Nach dem Glasieren Hände waschen. Kinder nur
unter Aufsicht
glasieren lassen und Glasuren vor Kindern geschützt aufbewahren.
ROK - Infoblatt
über bleihaltige Glasuren
Lieferform + Haltbarkeit
Flüssigglasuren werden in
Dosen zu 500 ml geliefert und sind verarbeitungsfertig und ca. 6 -18 Monate
ab Lieferdatum haltbar.
Pulverglasuren können, wenn nicht angerührt,
mehrere Jahre trocken gelagert werden.
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