Glasuren     Anleitung und Hinweise für ROK - Glasuren


Flüssig - streichfertige ROK-Glasur

 

Die zu glasierenden Gegenstände müssen rohgebrannt, trocken und staubfrei sein.

( Alle Glasurengruppen eignen sich für das Einbrandverfahren. Also das weglassen des Rohbrandes
und direktes Glasieren auf komplett getrocknete und staubfreie Objekte. Die Trockenbruchfestigkeit
der Grünware muss ausreichend hoch sein und das trockene Werkstück darf durch die erneute
Quellung beim Glasieren nicht kaputt geht. Da jede Tonmasse andere Eigenschaften hat, empfehlen
wir Ihnen einen Testbrand. Beachten Sie, dass die Glasur auf der knochentrockenen Grünware
weniger schnell trocknet als auf einem bereits rohgebrannten Scherben. Sobald das Objekt wiederum
völlig trocken ist, kann der Brand gestartet werden. Heizen Sie den Ofen wie bei einem Rohbrand
sehr langsam auf und brennen Sie im oberen Temperaturbereich nicht zu schnell damit die Tonmasse
ausgasen kann, bevor die Glasur zu schmelzen beginnt. Durch die längere Brenndauer für die Glasur
kann es sein, dass diese früher ausschmilzt und die Brenntemperatur/Haltezeit ev. nach unten
angepasst werden muss. Wir empfehlen Ihnen folgende Brennkurve: 60°C pro Stunde bis 650 °C,
danach 100°C pro Stunde bis zur gewünschten Endtemperatur mit einer Haltezeit von ca. 20 Min.)

Die ROK-Glasur muss gut aufgerührt werden. Beachten Sie die Gebrauchsanweisung auf der Dose.

Glasur mit einem robusten, breiten Pinsel auf das Tonobjekt auftragen.
Die Pinselqualität
kann das Resultat wesentlich beeinflussen. Verwenden Sie keine allzu weichen Pinsel.

Den ersten Anstrich trocknen lassen und, sofern auf dem Etikett nicht anders angegeben,
quer darüber
eine zweite oder dritte Schicht auftragen.
Die Glasur trocknet rasch an, so dass ein kontinuierliches Arbeiten möglich ist. Durch den mehrfachen Auftrag wird ein sehr gleichmässiges Ergebnis erreicht.
 
Es empfiehlt sich, den Boden und den unteren Teil eines Gefässes
nur 1 mal zu glasieren
( verhindert das Ablaufen der Glasur ). Die Böden von Objekten mit 1250°C Brenntemperatur
werden nie glasiert, weil Dreifüsse unter dem Objekt bei dieser Temperatur nicht verwendet
werden. Die weiche Tonmasse würde in den Distanzhalter ( Dreifuss ) zur Ofenplatte sinken.
 
Flüssigglasuren der selben Temperaturgruppe sind untereinander mischbar und können
übereinander gestrichen werden.
Bei der Verwendung unserer Streichglasuren können Sie Ihren Ideen freien Lauf lassen. Ein Beispiel: Das Objekt mit einer Glasur 2 mal bestreichen, gut trocknen lassen, mit einem gut haftenden Klebeband ein Muster aufkleben, eine weitere Glasur auftragen und danach das Klebeband
abreissen.

Zum Tauchen, Spritzen und Ausschwenken können die ROK-Glasuren mit Wasser verdünnt werden. Testen Sie das optimal Verdünnungsverhältnis. Je mehr Wasser Sie in eine Glasur dazugeben, je mehr Schichten müssen Sie auf das Objekt auftragen.

Pinsel und Werkzeuge können mit Wasser ausgewaschen werden.

Nach dem Glasieren sollten Sie die Objekte ca. 1 Tag austrocknen lassen. Die glasierten
Gegenstände können problemlos hin- und hergetragen werden. Selbst beim Einwickeln in Papier
bröckelt die Glasur nicht ab. Danach kann der Glasurbrand durchgeführt werden.

Glasur 1000°C bis 1250°C

Wir empfehlen eine max. Aufheizgeschwindigkeit von 100°C/Stunde bis 650°C. Danach kann mit
ca. 150°C auf die dem Ton und der Glasur entsprechenden Endtemperatur geheizt werden. Eine
Haltezeit von 10 - 30 Minuten ist optimal. Der Brennraum soll während des Brennens gut belüftet
werden.

Glasurveredler 1250°C

Das rohgebrannte Objekt wird mit einer ROK-1250°C Glasur ihrer Wahl wie oben beschrieben glasiert. Darüber wird der Glasurveredler mit breitem Pinsel, ohne Druck über die trockene Glasur aufgetragen. 1, 2 oder 3 Anstriche werden empfohlen. Da der Glasurveredler relativ stark "läuft", empfehlen wir Ihnen, nicht zu weit nach unten ( Objektboden ) zu glasieren. Beim Brennen sollte
die Endtemperatur von 1'240 - 1'250°C während 10 - 20 Minuten gehalten werden.

Abgebildete Muster :  Glasurbrand auf 1240 - 1250°C mit einer Haltezeit von 10 -15 Minuten

-  Rohgebranntes Objekt mit ROK Steinzeugglasur bestreichen, kurz ( ca. 1 Minute ) warten bis diese
   angetrocknet ist und danach ein zweites mal mit derselben ROK Steinzeugglasur bestreichen.

-  Zeitungspapier in dünne ( 5 - 10 mm ) Streifen reissen, kurz in Wasser eintauchen und zwischen
   den Fingern die noch sehr nassen Zeitungsstreifen abstreifen. Die feuchten Zeitungsstreifen können
    jetzt als Abdeckung über die ROK Steinzeugglasur gelegt werden.

-  mit einem Pinsel Glasurveredler über die ROK Steinzeugglasur und die Zeitungsstreifen auftragen,
   kurz ( ca. 1 Minute ) warten bis dieser angetrocknet ist und Objekt eventuell ein zweites mal mit
   Glasurveredler bestreichen. Danach die Zeitungsstreifen entfernen und das Objekt trocknen lassen.


Schmelzpunktsenker von 1250°C auf 1150°C

Auf 100 g ROK - 1250°C Steinzeugglasur 15 - 20 g Schmelzpunktsenker beimischen und gründlich umrühren. Wenn Sie keine Waage für die entsprechenden Feineinstellungen besitzen, den Hohlraum der transparenten Innendichtung der Dose randvoll mit Schmelzpunktsenker füllen und dieser Menge 350 g 1250°C-Steinzeugglasur beimischen. Das ist mit Sicherheit genauer, als auf unpräziser Waage 60 g abmessen. Vor der Anwendung nochmals bestens miteinander vermischen. Beim Brennen die Endtemperatur von 1'150°C 20 - 30 Minuten halten.

1000°C Raku  +  1030°C Craquelé-Effekt

Das rohgebrannte Objekt wird mit einer ROK-Raku-Glasur Glasur ihrer Wahl glasiert. Die Farbmuster der im Rakubrand entstandenen Objekte  wurden mit dem Pinsel 2 mal auf schamottierten Steinzeugton ( Nestor Z ) aufgetragen und im Gasofen in ca. 90 - 120 Minuten auf 1000°C gebrannt. Nach einer Haltezeit von ca. 10 Minuten wurden die Stücke dem Ofen entnommen und in Sägespänen reduziert.

Die Farbmuster der im normaler Glasurbrand gebrannten Objekte wurden mit dem Pinsel 2 mal auf weisse Giessmasse aufgetragen und bei einer Temperatur von 1030°C mit einer Haltezeit von 20 Minuten gebrannt. Die entstandenen Glasurrisse wurden nach dem vollständigen Abkühlen des Brennofens mit wasserfester Tusche eingefärbt. Wir empfehlen Ihnen, eine Tonmasse mit einer möglichst tiefen Brenntemperatur ( z.B. 1030 - 1150°C ) zu verwenden.



Pulver - mit Wasser angerührte ROK-Glasur

1 kg Glasur mit ca. 0.7 l Wasser mischen und durch ein 900er Sieb lassen.

Glasurleim und Stellmittel können nach Herstellerangaben dazugegeben werden.



Die zu glasierenden Gegenstände müssen rohgebrannt, trocken und staubfrei sein.

Die Glasur muss vor jeder Anwendung sehr gut aufgerührt werden.
Beachten Sie die Gebrauchsanweisung auf der Dose.

Die Glasuren können zum Tauchen, Spritzen und Ausschwenken verwendet werden.
Testen Sie das optimale Verdünnungsverhältnis. Je mehr Wasser Sie in eine Glasur dazugeben, je mehr Schichten müssen Sie auf das Objekt auftragen. Zum Auftragen mit einem Pinsel empfehlen wir Ihnen einen Pinsel mit weichen Borsten zu verwenden. Die Pinselqualität
kann das Resultat wesentlich beeinflussen. Verwenden Sie keine allzu weichen Pinsel.

Die erste Glasurschicht trocknen lassen und, sofern auf dem Etikett nicht anders angegeben,
eine zweite oder dritte Schicht auftragen.
Die Glasur trocknet rasch an, so dass ein kontinuierliches Arbeiten möglich ist. Durch den mehrfachen Auftrag wird ein sehr gleichmässiges Ergebnis erreicht.
 
Es empfiehlt sich, den Boden und den unteren Teil eines Gefässes
nur 1 mal zu glasieren
( verhindert das Ablaufen der Glasur ). Die Böden von Objekten mit 1250°C Brenntemperatur
werden nie glasiert, weil Dreifüsse unter dem Objekt bei dieser Temperatur nicht verwendet
werden. Die weiche Tonmasse würde in den Distanzhalter ( Dreifuss ) zur Ofenplatte sinken.
 
Pulverglasuren der selben Temperaturgruppe sind untereinander mischbar und können
übereinander gestrichen werden.

Pinsel und Werkzeuge können mit Wasser ausgewaschen werden.

Nach dem Glasieren sollten Sie die Objekte ca. 1 Tag austrocknen lassen. Die glasierten
Gegenstände müssen sehr vorsichtig behandelt werden. Da Pulverglasuren keinen Glasurleim enthalten, sollte jede Berührung mit der glasierten Oberfläche vermieden werden. Danach kann der Glasurbrand durchgeführt werden.

Glasur 1030°C / 1150°C / 1250°C

Wir empfehlen eine max. Aufheizgeschwindigkeit von 100°C/Stunde bis 650°C. Danach kann mit
ca. 150°C auf die dem Ton und der Glasur entsprechenden Endtemperatur geheizt werden. Eine
Haltezeit von 10 - 30 Minuten ist optimal. Der Brennraum soll während des Brennens gut belüftet
werden.

1000°C Raku  +  1030°C Craquelé-Effekt


Gasofen - traditioneller Rakubrand : Die Glasur
wurde 2 mal auf schamottierten Steinzeugton
( Nestor Z )
aufgetragen und im Brennofen in ca. 90 - 120 Minuten auf 1000°C gebrannt. Nach einer Haltezeit von ca. 10 Minuten wurden die Stücke dem Ofen entnommen und in Sägespänen reduziert.

Elektroofen - normaler Glasurbrand : Die Glasur wurde 2 - 3 mal auf weissen Steingut-Ton aufgetragen und bei einer Temperatur von 1030°C mit einer Haltezeit von 20 Minuten gebrannt. Die entstandenen Glasurrisse wurden nach dem vollständigen Abkühlen des Brennofens mit wasserfester Tusche eingefärbt. Wir empfehlen Ihnen, eine Tonmasse mit einer möglichst tiefen Brenntemperatur
( z.B. 1030 - 1150°C ) zu verwenden.


Farbmuster

Die Farbmuster wurden mit dem Pinsel auf weisse Giessmasse aufgetragen und mit einer
Haltezeit von 20 Minuten gebrannt.
Für alle Farbmuster wurden streichfertige Glasuren verwendet.

Die Farben und Effekte der Glasuren sind von vielen Faktoren abhängig :

Die Farbe und Art des Scherbens. Die Farbe, Beschaffenheit und Schamottierung der Tonmasse kann sich auf das Aussehen der Glasur auswirken. Manche Glasuren zeigen diesen Effekt fast gar nicht, andere sehr stark.

Die Brenntemperatur und die Brennführung. Das Aussehen der gebrannten Glasuren hängt von
der Brenntemperatur und dem Temperaturverlauf ab. Wie schnell und auf welche Temperatur wird
aufgeheizt, wie lange ist die Haltezeit, wie schnell kühlt der Ofen ab. Wegen der von Ofen zu Ofen
unterschiedlichen Brennkurven, die auch noch von der Menge des Brennguts, dessen Verteilung im Ofen und der Menge und Verteilung der Ofeneinsetzplatten abhängt, kann das Ergebnis von den Abbildungen durchaus abweichen.

Die Intensität des Auftragens. Je nach Glasur erhalten Sie Punktierungseffekte, Farbänderungen bei unterschiedlicher Auftragsdicke, Ausscheidungs- und Kristallisationseffekte. So ist ein individuelles Erscheinungsbild und eine dekorative Lebendigkeit gewährleistet.

Die Darstellung auf dem PC kann zudem von Ihrem Bildschirm beeinflusst werden.
Monitore sind bezüglich Farbwiedergabe und Helligkeit recht unterschiedlich.


Sicherheitshinweise

ROK-Glasuren sind BAG-geprüft und giftklassenfrei, für Essgeschirr problemlos zu verwenden,
frei von Blei, Cadmium und Bariumblei und enthalten keine Gefahrstoffe in einer Konzentration, die nach der Gefahrstoffverordnung kennzeichnungspflichtig ist. Die Glasuren dürfen nicht eingenommen werden. Für Gefässe, die Flüssigkeiten aufzunehmen haben, empfehlen wir die Verwendung einer Glanz-Glasur. Wir raten vorsorglich: Bei der Arbeit nicht essen, trinken, rauchen. Nach dem Glasieren Hände waschen. Kinder nur unter Aufsicht glasieren lassen und Glasuren vor Kindern geschützt aufbewahren.


ROK - Infoblatt über bleihaltige Glasuren


Lieferform + Haltbarkeit

Flüssigglasuren werden in Dosen zu 500 ml geliefert und sind verarbeitungsfertig und ca. 6 -18 Monate ab Lieferdatum haltbar.

Pulverglasuren können, wenn nicht angerührt, mehrere Jahre trocken gelagert werden.




Seitenempfehlung : Glasuren     Raku+1030°C     
Glasur 1030°C     Glasur 1150°C     Glasur 1250°C
 
Glasurveredler       Schmelzpunktsenker      Werkzeuge / Pinsel      Glasur-Bücher      Tonmassen

 

 
Preise in CHF / Technische Änderungen sowie Preisänderungen und Irrtümer vorbehalten. 

02.02.2009

Home

Copyright ©   Michel Keramikbedarf  CH-8046 Zürich  Tel. 044 372 16 16   Fax 044 372 20 30